Lehrveranstaltungen im laufenden Semester

Regionalseminar Ruanda

Deborah Wockelmann

Kurzname: Ruanda
Kursnummer: 07.798.170

Voraussetzungen / Organisatorisches

Vorausgesetzt werden englische Sprachkenntnisse, die zur Lektüre der entsprechenden wissenschaftlichen Literatur befähigen. Die zu erbringenden Leistungen im Seminar umfassen die Lektüre ausgewählter Texte und die aktive Beteiligung an Diskussionen. Genaueres wird in der ersten Sitzung bekanntgegeben. Im BA Ethnologie kann im Rahmen dieses Seminars auch die Modulabschlussprüfung in Form einer Hausarbeit abgelegt werden.

Die Veranstaltung findet digital statt. Es wird erwartet, dass alle Teilnehmende im Vorfeld für entsprechende Hardware (PC, Webcam, Mikrofon) und eine möglichst stabile Internetverbindung sorgen. Während des Kurses wird erwartet, dass alle Teilnehmende ihre Kamera einschalten und sich aktiv in die Diskussionen miteinbringen. Gerne können vor Kursbeginn noch Themenvorschläge an die Lehrperson gerichtet werden, falls dafür Interesse besteht.

Inhalt

Ruanda ist ein Binnenstaat in Ostafrika, der an Burundi, die Demokratische Republik Kongo, Uganda und Tansania grenzt. Aufgrund seiner hügeligen Landschaft wird es auch das „Land der tausend Hügel" genannt und punktet im globalen Tourismusgeschäft mit seiner vielfältigen Flora und Fauna und seine Berggorilla-Population, die im Vulkan-Nationalpark im Regenwald Ruandas beobachtet werden darf.
Offizielle Amtssprachen sind heutzutage Kinyarwanda, Französisch, Englisch und Swahili.
Ruandas Politik ist insbesondere für seine mit über 61% weltweit höchste Frauenquote im Parlament bekannt. Ökologisch gilt das Land aufgrund seiner fortschrittlichen Reformen in Umweltschutz und Müllentsorgung als einer der saubersten in ganz Afrika.
Dem ersten Blick auf die Errungenschaften des Landes steht eine dunkle Geschichte gegenüber. Ruanda ist ebenfalls für eine historische Katastrophe bekannt: Der Genozid von 1994, bei dem innerhalb von 100 Tagen schätzungsweise 800.000 bis 1.000.000 Menschen brutal ermordet wurden.

In diesem Regionalseminar beschäftigen wir uns mit einem Land, das im Zwiespalt von Tradition und Moderne, zwischen Vergangenheitsbewältigung und Zukunftsvisionen, lebt. Unser Ziel ist es, uns ein umfassendes Bild von Ruanda zu machen und uns dabei kritisch und reflektiert mit Entwicklungen und Diskursen auseinanderzusetzen, die das Land geprägt haben und bis heute Relevanz haben. Dabei schauen wir auf unterschiedliche Lebensbereiche, unter anderem auf Geschichte und Kolonialismus, Migration, Politik, Erinnerungskultur, Bildung, Musik, Jugend, Gender, Religion und nicht zuletzt Sprache und Sprachpolitik.
Wir werden uns jede Woche mit ausgewählten Texten zu den entsprechenden Themen beschäftigen und uns kritisch über öffentliche Diskurse und afrikanistische Forschung austauschen.

Termine:

Datum (Wochentag)UhrzeitOrt
28.04.2021 (Mittwoch)14.15 - 15.45 UhrOnline
05.05.2021 (Mittwoch)14.15 - 15.45 UhrOnline
12.05.2021 (Mittwoch)14.15 - 15.45 UhrOnline
19.05.2021 (Mittwoch)14.15 - 15.45 UhrOnline
26.05.2021 (Mittwoch)14.15 - 15.45 UhrOnline
02.06.2021 (Mittwoch)14.15 - 15.45 UhrOnline
09.06.2021 (Mittwoch)14.15 - 15.45 UhrOnline
16.06.2021 (Mittwoch)14.15 - 15.45 UhrOnline
23.06.2021 (Mittwoch)14.15 - 15.45 UhrOnline
30.06.2021 (Mittwoch)14.15 - 15.45 UhrOnline
07.07.2021 (Mittwoch)14.15 - 15.45 UhrOnline
14.07.2021 (Mittwoch)14.15 - 15.45 UhrOnline

Semester: SoSe 2021