Aktuelles

17. März 2018: Konferenz „Women from Rwanda – together we are strong in Germany and for Rwanda”

Anlässlich des Weltfrauentages 2018 durfte Anna-Maria Brandstetter als Partnerschaftsbeauftragte der JGU Mainz als Gastgeberin eine ganz besondere Konferenz an der JGU begrüßen: “Women from Rwanda – together we are strong in Germany and for Rwanda”, organisiert von der Rwandan Diaspora in Germany e.V. Mehr als 200 Gäste aus der ruandischen Diaspora, Freund*innen Ruandas und der Botschafter der Republik Ruandas in Deutschland S.E. Igor César hatten den Weg auf den Campus der JGU gefunden. Es gab verschiedene Vorträge u.a. von der Soziologin und Traumatherapeutin Esther Mujawayo, Berichte von Ruanderinnen über ihre Erfahrungen in der Diaspora und viel Zeit für informellen Austausch. Beendet wurde der Tag mit einem reichhaltigen Büffet und einem beeindruckenden kulturellen Programm.  ... 

Frauennotruf Mainz blickt nach Ruanda – Vortrag über gewaltbetroffene Frauen im Partnerland

Yamara Wessling, Mitarbeiterin für die Ruanda-Kooperation an der Johannes Gutenberg-Universität, hielt bei einer Veranstaltung des Frauennotrufs Mainz einen Vortrag über die oft widersprüchliche Situation von Frauen im rheinland-pfälzischen Partnerland Ruanda. Sie erklärte, wie sich ruandische Frauen vor dem Hintergrund der herausragenden Frauenpolitik, aber auch anhaltender Benachteiligung und Gewalt im Privatleben, für eine bessere Zukunft für sich, ihre Familien und andere Frauen einsetzen. Dabei entstehen kulturspezifische und ganz persönliche Definitionen von Weiblichkeit und Frau-Sein, die im Vortrag vor allem aus der Perspektive von jungen Frauen aus der Mittelklasse in Ruanda beleuchtet wurden. Die Veranstaltung, zu der die Gleichstellungsbeauftragte Bodenheim in Kooperation mit HBS RLP e.V. eingeladen hatte, schloss mit einer Diskussion der etwa 30 Gäste mit der Referentin sowie mit Anette Diehl vom Frauennotruf Mainz.

Foto: Frauennotruf Mainz, 2017  ... 

26. Juni 2017: Workshop „RWANDA 2017 - Transformations and Challenges"

Anlässlich des Besuches von Dr. Simeon Wiehler, Professor für Soziologie und Dekan der School of Social, Political and Administrative Sciences an der University of Rwanda, der Partnerhochschule der JGU Mainz, fand am 26. Juni 2017 ein Workshop zum Thema „RWANDA 2017 - Transformations and Challenges" am Mainzer Institut für Ethnologie und Afrikastudien (ifeas) statt.

Moderiert von Dr. Anna-Maria Brandstetter, der Partnerschaftsbeauftragten der JGU, diskutierten etwa 20 Teilnehmende, darunter Studierende und Kolleg*innen von der JGU und der Hochschule Mainz, Gäste des ifeas sowie Interessierte aus der Länderpartnerschaft RLP-Ruanda, angeregt über die drei Vorträge. Yamara Wessling (Mitarbeiterin und Doktorandin am ifeas) sprach zuerst über die sich verändernden Geschlechterbeziehungen sowie Feminismus aus Sicht von ruandischen Mittelklasse-Frauen. Bettina Pieck (Doktorandin am ifeas) berichtete anschließend von ihrer Forschung über Krankenversicherungen und das Gesundheitssystem in Ruanda, wobei sie auch auf die Probleme des Forschungsprozesses einging. Schließlich reflektierte Dr. Simeon Wiehler  über die gesellschaftliche Situation in Ruanda, die von einer massiven Delokalisierung, also einen Bruch mit lokalen kulturellen und gesellschaftlichen Werten, geprägt sei. Dem würde in Ruanda mit home grown solutions begegnet. Das sind politische und gesellschaftliche Maßnahmen, die an vorkoloniale Institutionen anknüpfen. Die drei Vorträge boten viel Gelegenheit zu Nachfragen und eröffneten unterschiedliche Perspektiven auf die Transformationen und Herausforderungen im heutigen Ruanda. Wir bedanken uns bei allen Anwesenden für die rege Diskussion und freuen uns auf weitere Gespräche und Begegnungen im Rahmen unserer Hochschulkooperation.

Foto: E. Bunne // Hochschule Mainz