Lehrveranstaltungen Sommersemester 2019

Postkoloniale Theorie und Ethnologie

Dr. Anna Maria Brandstetter

Kurzname: Postcolonial theorie
Kursnummer: 07.798.065

Inhalt

In den letzten Jahren diskutieren Ethnolog*innen über die Dekolonisierung der Ethnologie. Welche methodischen und auch theoretischen Herausforderungen sind mit den berechtigten Forderungen nach einer Dekolonisierung der Wissensproduktion in der Ethnologie verbunden? Wie könnten postkoloniale Curricula in der Ethnologie aussehen? Ein Vorschlag, der immer wieder geäußert wird, ist, die Leseempfehlungen für die Studierenden zu ändern. Sie haben vermutlich auch festgestellt, dass Sie oft Texte von "alten weißen Männern" lesen (angefangen bei Malinowski bis hin zu wem auch immer - Sie können hier gerne selbst einen Namen einsetzen). Ich habe daher beschlossen, diese Auswahl einmal umzudrehen: Wir werden in diesem Proseminar nur Texte von Wissenschaftler*innen aus dem Globalen Süden lesen. Ich habe bereits eine sehr lange Liste und weiß noch nicht, welche Texte ich am Ende auswähle. Es sollen auch Texte sein, die die zeitgenössische Ethnologie und Kulturwissenschaften allgemein methodisch und theoretisch reflektieren. Texte von Frantz Fanon stehen mit Sicherheit auf dem Programm. Alles andere ist noch offen.
Ich freue mich darauf, mit Ihnen neue Texte zu entdecken, und bin gespannt, wo wir am Ende des Semesters ankommen - vielleicht bei einem kleinen neuen Kanon der postkolonialen Ethnologie.

Empfohlene Literatur

Zum Einstieg empfehle ich dieses Buch (das Sie bspw. bei ZVAB auch zum Kauf finden):
Frantz Fanon, 1980: Schwarze Haut, weiße Masken. Übersetzt von Eva Moldenhauer. Syndikat: Frankfurt am Main. [frz. ausgabe: paris 1952]

Voraussetzungen / Organisatorisches

Das Proseminar gehört zum Modul "Grundfragen der Ethnologie", in dem die theoretischen Zugänge der Ethnologie zu ihren Gegenständen vertiefend behandelt werden. Das Modul baut auf Modul BA.Ethn.KF.1 (Einführung) auf und ergänzt Modul BA.Ethn.KF.2, das einen systematischen Überblick bietet. Die zentralen theoretischen Positionen, deren Geschichte und Bedeutung für die heutige ethnologische Forschung werden behandelt und erörtert. Dabei soll auch immer gezeigt werden, dass und wie ethnologische Theorien mit anderen theoretischen Zugängen (der Sozial- und Kulturwissenschaften) vernetzt sind. Die Vorlesung vermittelt einen allgemeinen Überblick, ergänzt durch Übungen, die sich mit einzelnen Theorien befassen können. Im Seminar findet eine vertiefende Auseinandersetzung mit theoretischen Ansätzen statt.

Zur Modulprüfung beachten Sie bitte die Informationen auf unserer Webseite: http://www.ifeas.uni-mainz.de/1714.php

Zusätzliche Informationen

Anwesenheitspflicht in Lehrveranstaltungen
Lehrveranstaltungen an der JGU Mainz sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig, auch Vorlesungen. In der Regel wird die Anwesenheit in allen Veranstaltungen - außer in Vorlesungen - kontrolliert.

Aber Sie wissen ja: "Ein Seminar ist nur so gut wie seine Teilnehmer", wie David Lauer erklärt: http://www.sueddeutsche.de/bildung/studium-arbeitet-in-seminaren-endlich-mit-1.3982003.

1. Regelung für Anwesenheit in der ersten Sitzung: Kann eine Studentin oder ein Student, die oder der über JOGU-StINe angemeldet und als Teilnehmerin oder Teilnehmer angenommen ist, an der ersten Sitzung der Lehrveranstaltung nicht teilnehmen, dann muss sie oder er das Fehlen der Veranstaltungsleiterin oder dem Veranstaltungsleiter vorher und in einer angemessenen Frist mitteilen.

2. Fehlt eine angemeldete Studentin oder ein angemeldeter Student unentschuldigt in der ersten Sitzung, wird sie oder er von der Lehrveranstaltung abgemeldet. Damit haben in der Phase der Restplatzvergabe andere Studierende die Chance, einen Platz zu erhalten.

3. Bekommt die Studentin oder Student den Platz in der Veranstaltung erst in der Woche der dritten Anmeldephase (Restplatzvergabe), so dass an der ersten Sitzung der Veranstaltung nicht teilgenommen werden kann, ist sie oder er verpflichtet, der Veranstaltungsleiterin oder dem Veranstaltungsleiter eine E-Mail zu schreiben und sich zu erkundigen, was für die zweite Sitzung (in den Fall: erste Teilnahme am Seminar) vorbereitet werden muß. Wurde diese E-Mail nicht geschickt oder erscheinen sie oder er ohne vorherige Entschuldigung bei der Veranstaltungsleiterin oder dem Veranstaltungsleiter nicht zur zweiten Sitzung, erfolgt umgehend die Abmeldung von der Veranstaltung.

4. Jede Nichtteilnahme an einer Sitzung gilt – ob entschuldigt oder nicht – als Versäumnis im Sinne der Prüfungsordnung für den Bachelorstudiengang (von 2009 in der aktuellen Fassung, §5, Abs.5): „Eine regelmäßige Teilnahme liegt dann vor, wenn die oder der Studierende in allen von der Veranstaltungsleiterin oder dem Veranstaltungsleiter im Verlauf eines Semesters angesetzten Einzelveranstaltungen anwesend war. Eine regelmäßige Teilnahme kann noch attestiert werden, wenn die oder der Studierende bis zu zwei Einzelveranstaltungen, höchstens aber vier Veranstaltungsstunden im Semester, versäumt hat. In begründeten Einzelfällen können Ausnahmen zugelassen werden.“

Termine:

Datum (Wochentag)UhrzeitOrt
15.04.2019 (Montag)16.15 - 17.45 Uhr01 715 HS 14
1111 - Hauptgebäude
29.04.2019 (Montag)16.15 - 17.45 Uhr01 715 HS 14
1111 - Hauptgebäude
06.05.2019 (Montag)16.15 - 17.45 Uhr01 715 HS 14
1111 - Hauptgebäude
13.05.2019 (Montag)16.15 - 17.45 Uhr01 715 HS 14
1111 - Hauptgebäude
20.05.2019 (Montag)16.15 - 17.45 Uhr01 715 HS 14
1111 - Hauptgebäude
27.05.2019 (Montag)16.15 - 17.45 Uhr01 715 HS 14
1111 - Hauptgebäude
03.06.2019 (Montag)16.15 - 17.45 Uhr01 715 HS 14
1111 - Hauptgebäude
17.06.2019 (Montag)16.15 - 17.45 Uhr01 715 HS 14
1111 - Hauptgebäude
24.06.2019 (Montag)16.15 - 17.45 Uhr01 715 HS 14
1111 - Hauptgebäude
01.07.2019 (Montag)16.15 - 17.45 Uhr01 715 HS 14
1111 - Hauptgebäude
08.07.2019 (Montag)16.15 - 17.45 Uhr01 715 HS 14
1111 - Hauptgebäude

Semester: SoSe 2019