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Vorlesungsverzeichnis Afrikanische Philologie Wintersemester 2001/2002,
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| Sprachverwandtschaft, Klassifikation und Rekonstruktion Seminar im Hauptstudium |
A 211 |
| Leitung: R. Kastenholz | Mo 10-12 Forum 6, R 00-618 |
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Inhalt, Lehrziele, Arbeitsform: In dieser Veranstaltung sollen anhand der gegebenheiten in den Sprachfamilien Afrikas die konzeptuellen und inhärenten Wechselwirkungen zwischen Sprachverwandtschaft und Klassifikation einerseits, und Klassifikation und Rekonstruktion andrereseits untersucht und diskutiert werden. Für Afrikanische Sprachen werden in der Mehrzahl "genetische" Klassifika- tionen angeboten und erarbeitet. Welche Konzepte von Sprachverwandtschaft stehen dahinter? Wie aussagekräftig sind demzufolge die Klassifikationen? Welche anderen Konzepte von Sprachverwandtschaft gibt es, und in welchem Verhältnis stehen sie zur "genetischen Verwandtschaft"? Konzeptuell explizit Anders gelagerte Klassifikationen sind die referentiellen Gliederungen von Guthrie (Bantu) und von D. Dalby. Welchem Zweck dienen sie? Was können Sie leisten?. Im Falle von fehlenden Sprachdenkmälern (und dies ist für Afrika im wesent- lichen der Fall) spielen klassifikatorische Details bei der Erstellung von lautli- chen und lexikalischen Rekonstruktionen eine wichtige Rolle. Wie ist der Zu- sammenhang herzustellen? Kann dieser Zusammenhang methodologisch ge- nutzt werden? Solche und weitere Fragen werden den Inhalt des Seminars be- stimmen. Die Hauptmethoden, die für die Klassifikation afrikanischer Sprachen Angewandt wurden, sollen hinterfragt werden. |
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| Literatur Dalby, David. 1966. 'Levels of relationship in the comparative study of African languages', African Language Studies 7: 171-179. Dalby, David. 1970. 'Reflections on the classification of African languages, with special reference to the work of S.W. Koelle and M. Guthrie', African Language Studies 11: 147-171. Köhler, Oswin. 1975. 'Geschichte und Probleme der Gliederung der Sprachen Afrikas', in Die Völker Afrikas und ihre traditionellen Kulturen, Bd. I, hrg. von Hermann Baumann. S. 135-373. Wiesbaden. Möhlig, Wilhelm J.G. 1981. 'Sprachgeographie', in Die Sprachen Afrikas hrg. von Bernd Heine, Thilo C. Schadeberg und Ekkehard Wolff. S. 445-477. Schadeberg, Thilo. 1986. 'The lexicostatistic base of Bennett & Sterk's reclas- sification of Niger-Congo', Studies in African Linguistics 17,1: 69-83. |
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| Voraussetzungen und Zielgruppe: Studierende im Haupt- und Nebenfach nach dem Grunsstudium |
Bedingungen für den Scheinerwerb: Referat und Hausarbeit |
| Sprachkontakt und Mehrsprachigkeit in Afrika Seminar |
A 241 E 2110 / 2114 |
| Leitung: Barbara Dehnhard und Ronny Meyer | Mo 16 - 18 Forum 7, R 01-715 |
| Geradezu typisch für den afrikanischen Kontinent ist es, daß mehrere Sprachen innerhalb eines Staates, teilweise auch in geographisch sehr kleinen Räumen gesprochen werden. Eine mögliche Strategie im Umgang mit dieser Situation ist die Mehrsprachigkeit. Sie bezeichnet die individuelle Fähigkeit, mehrere Sprachen zu gebrauchen. Diese Strategie ist in Afrika weitverbreitet. Es ist u.a. zu untersuchen, welche Umstände Mehrsprachigkeit begünstigen (und welche nicht), welche Mitglieder einer Sprachgemeinschaft besonders darauf zurückgreifen (welche nicht). Darüberhinaus hat Mehrsprachigkeit Konsequenzen auf die Sprachen selbst, die häufig durch den Kontakt Veränderungen erfahren. Die Sprachkontaktforschung untersucht die Auswirkungen, die entstehen können, wenn ein sprachliches System dem Einfluß eines anderen sprachlichen Systems unterliegt. Welche Bereiche der Grammatik sind besonders betroffen, welche besonders hartnäckig? Sind verallgemeinerbare Aussagen hierzu möglich? Wie ist der Zusammenhang der gesellschaftlichen, kulturellen, politischen, ökonomischen Situation und der Intensität des Sprachkontakts zu sehen? Diese und weitere Fragen sollen anhand ausgewählter Beispiele untersucht werden. Wir freuen uns außerdem darauf, Fragen, Probleme und Ergebnisse aus unseren eigenen Forschungen zu diesem Thema im Seminar zu diskutieren. | |
| Literatur zur Vorbereitung: wird im Seminar bekanntgegeben |
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| Voraussetzungen und Zielgruppe: Studierende im Grund- und Hauptstudium mit Interesse am Thema |
Bedingungen für den Scheinerwerb: rege und regelmäßige Teilnahme, Referat und Hausarbeit |
| Die Adamawa-Sprachen |
A 251 |
| Leitung: R. Kastenholz | Do 8.30-10 Forum 6, R 00-618 |
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Lehrziele, Arbeitsform: Bedingungen für den Scheinerwerb: Die Adamawa-Sprachen (nach Greenberg ein Teil des Zweiges Adamawa- Eastern bzw. -Ubangi des Niger-Kongo) zeichnen sich durch eine große Diversität aus. In dieser Veranstaltung geht es darum, verschiedene ausgewählte Adamawa-Sprachen anhand publizierten Materials vorzustellen und ihre jeweiligen Besonderheiten in den Bereichen Phonologie (z.B. Vokalharmonie), Morphologie (Nominalklassen, Numerus, Konkordanz, Verbformen) und Syntax herauszuarbeiten. Tempus und Aspekt wird eine besondere Rolle spielen, ebenso wie die formal komplizierte (weil nicht transparente) Varianz der grammatischen Formen eines lexikalischen Wortes, ein häufiges Phänomen in diesen Sprachen. Die Adamawa-Sprachen werden in einem geographischen Raum etwa vom zentralen östlichen Nigeria über Nord-Kamerun bis in den Tschad hinein gesprochen. Viele Sprachen haben eine geringe bis sehr geringe Sprecherzahl, Nur wenige sind wirklich umfassend und gut dokumentiert. Die Literaturrecherche und die Zusammenstellung der für ein Referat/eine Hausarbeit relevanten Aufsätze usw. kann durchaus eine Herausforderung sein und ist damit nicht ganz untypisch für die sprachwissenschaftliche Auseinadersetzung mit "kleineren" afrikanischen Sprachen. |
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| Literatur Bennett, Patrick R. 1983. 'Adamawa-Eastern: problems and prospects',in R. Current Approaches to African Linguistics, Vol. 1, hrsg. von Ivan Dihoff. (PALL, 1). Pp. 23-48. Dordrecht: Foris Publications. Boyd, Raymond. 1989. 'Adamawa-Ubangi', in The Niger-Congo Languages, hrsg. von John Bendor-Samuel. Pp. 178-215. Lanham (MD): UPA. Kleinewillinghöfer, Ulrich. 1993. 'Nominalklassen im Mboi und B¾na Lala der Yungur- bzw. B¾na-Mboi-Gruppe', Afrika und Übersee 76,1: 3-13. Samarin, William. 1971. 'Adamawa-Eastern', in Linguistics in Sub-Saharan Africa, hrsg. von Thomas A. Sebeok. (Current Trends in Linguistics, 7). Pp. 213-244. Den Haag: Mouton. Wiering, Elisabeth, und Marinus Wiering. 1994. The Doyayo language: selected studies. Dallas und Arlington (TX): SIL und University of Texas. |
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| Voraussetzungen und Zielgruppe: Studierende in Haupt- und Nebenfach mit abgeschlossenem Grundstudium |
Bedingungen für den Scheinerwerb: Referate und Hausarbeiten |
| "Afrikanische Literaturen und Literaten in Europa" Seminar |
A 262 / E 2501 |
| Leitung: Dr. Thomas Geider | Mi 10-12 Forum 6, R 00-618 |
Afrikanische Literatur wird üblicherweise in Hinblick auf ihre Funktionen in Afrika untersucht, dabei hat sie längst auch Funktionen in Europa übernommen. Systematisch ist hierüber wenig bekannt. Ziel ist, sich hier anhand bestehender Artikel in die Grundlagen einzuarbeiten und erste Beobachtungen von Aktualitäten im ‚Literaturbertrieb' zu machen, und zwar naheliegenderweise vorrangig im deutschsprachigen Raum, aber je nach Informationszugang auch in anderen europäischen Ländern. Themen werden sein: die Geschichte, Formen, Motivationen und Intentionen der Literaturvermittlung ab Janheinz Jahn (1950er) bis heute; Essayistik, Berichte, Porträts und Rezensionswesen in Presse und Medien (Institutionen, Vermittlerfiguren, Text- und Diskurskritik); Auftritte von Autoren auf Lesungen, Festivals und anderen Veranstaltungen (nach Presse- und Medienberichten, aber möglichst auch in Realbeobachtung); Lebens- und Produktionsbedingungen afrikanischer AutorInnen in Deutschland bzw. Europa; Institutionen der Literaturvermittlung und -förderung, Verlagswesen und Buchmarkt. Absehbar ist bereits, dass es sich um eine neue Arbeits- und Forschungsrichtung mit Zukunft am Institut handelt. |
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| Literatur zur Vorbereitung: Wird zu Beginn und im Verlauf des Semesters angegebenund sollte z.T. auch von den Teilnehmenden erarbeitet werden. |
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| Voraussetzungen und Zielgruppe: Studierende im Hauptstudium, Studierende aus Nachbarfächern willkommen Wahrnehmungsfreude und Sinn für Aktualitäten im Literaturbereich |
Bedingungen für den Scheinerwerb: Regelmäßige TeilnahmeKurzreferate der einschlägigen Artikel Erarbeitung und Darstellung von Aktualitäten |
| Pflanzen und Tiere in menschlichen Gesellschaften - ethnologische Perspektiven |
E 2111/2103, A 281 |
| Leitung: Dr. Nikolaus Schareika | Mo 12 - 14 Uhr Forum 6, R 00-618 |
| Die ethnologische Literatur - nicht nur die kulturökologische oder ethnobiologische - thematisiert die Beziehung zwischen Menschen auf der einen und Pflanzen und Tieren auf der anderen Seite aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln. Pflanzen und Tiere werden als Kategorien des Denkens, als Symbole, als Tauschobjekte oder als Nahrungsquelle behandelt. Im Seminar sollen diese unterschiedlichen ethnologischen Perspektiven auf die Beziehung zwischen Menschen und Pflanzen bzw. zwischen Menschen und Tieren in Form von Referaten erarbeitet werden. | |
| Literatur Morris, Brian 1998 The Power of Animals: An Ethnography. Oxford: Berg. Morris, Brian 2000 Animals and ancestors. An ethnography. Oxford: Berg. Manning, Aubrey und James Serpell 1994 Animals and human society. Changing perpectives. London: Routledge |
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| Voraussetzungen und Zielgruppe: Studierende im Hauptstudium |
Bedingungen für den Scheinerwerb: Regelmäßige aktive Teilnahme, Referat, Hausarbeit |
| Institutskolloquium über laufende Forschungsarbeiten |
E 4200 A 281 |
| Leitung: Prof.Dr. Th. Bierschenk mit allen Professoren und wiss. Mitarb. | Di 18-20 Alte Mensa, Austellungsraum |
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DER NAHE OSTEN: KULTURELLE DYNAMIK UND GESELLSCHAFTLICHER WANDEL Einzelvorträge von Gästen und Mitgliedern des Instituts Instititskolloquium Programm |
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| Voraussetzungen und Zielgruppe: Zu diesem Kolloquium sind alle StudentInnen der Ethnologie und Afikanistik und Gäste eingeladen. |
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