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Die Geschichte der Ethnographischen Studiensammlung des Mainzer Instituts ist
eng mit dem Namen von Dr. Erika Sulzmann verknüpft, die von 1960 bis 1976 Kustodin
der Sammlung war.
Sie kam 1948 als Assistentin an das neu eingerichtete Institut für
Völkerkunde der Universität Mainz und begann 1950 mit dem Aufbau
einer Ethnographischen Sammlung. Die ersten Objekte waren zwei Stabkarten
von den Marshall-Inseln.
1951 bis 1954 leitete Dr. Sulzmann die erste größere deutsche
Forschungsreise der Nachkriegszeit, die "Mainzer Kongo-Expedition",
die sie zu den Ekonda und Bolia in Zentral-Zaire führte. Die über
500 dort erworbenen Objekte bildeten den Grundstock der Ethnographischen
Sammlung, den sie durch Ankäufe während acht weiterer Reisen
von 1956 bis 1980 in das zentrale Zaire-Becken ergänzte.
Im Laufe der 50er und 60er Jahre kamen Sammlungen aus Pakistan (Hindukusch-Expedition
1955/56), aus Afghanistan (Stuttgarter Badakshan-Expedition 1962/63) und
aus Westafrika (u.a. Hamburger Obervolta-Expediton 1954/55; Haberland-Reise
1966) dazu. 1968 tauschte das Mainzer Institut mit dem Frankfurter Institut
für Völkerkunde Doubletten aus der Ekonda-Sammlung gegen eine
kleine Äthiopien-Sammlung.
Als Ende der 60er Jahre die Afrika-Forschung am Mainzer Institut dauerhaft
etabliert wurde, gab das Institut 1971 die umfangreiche und wertvolle Pakistan-
und Afghanistan-Sammlung an das Linden-Museum in Stuttgart und erhielt
im Tausch annähernd 700 Objekte vor allem aus Afrika (u.a. von den
Maasai und aus dem Kameruner Grasland), aber auch aus der Südsee und
Australien, die fast alle um die Jahrhundertwende gesammelt worden waren.
Die Sammlung umfaßt 3.200 Objekte (Stand: Dez.2001), die schwerpunktmäßig
aus Zentral- und Westafrika sowie aus Australien, Papua-Neuguinea und der Südsee stammen.
Seit 1992 ist Frau Dr. Anna-Maria Brandstetter Kustodin der Studiensammlung.
Eine Biographie von Dr Erika Sulzmann, in Englisch und Französisch findet man: http://www.aequatoria.be/French/HomeFrenchFrameSet.html, unter der Rubrik "Documentation & Textes" dort "Bio-bibliographies de personnes/ Bio-bibliographies of people" .
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