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Das Institut für Ethnologie und AfrikastudienDas Institut für Ethnologie und Afrikastudien der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist eine interdisziplinäre Einrichtung, an der seit Wintersemester 2008/09 der Bachelorstudiengang Ethnologie und Afrikastudien mit zwei Studienrichtungen - Ethnologie oder Afrikastudien - mit dem Abschluss Bachelor of Arts (B.A.) studiert werden kann. Die Einführung von neuen Master of Arts-Studiengängen ist für das Jahr 2011 geplant. Sie werden die auslaufenden Magister-Studiengänge Afrikanische Philologie und Ethnologie ersetzen. In den Fächern Afrikanische Philologie und Ethnologie kann auch der Grad eines Dr. phil. erworben werden. Das Institut zeichnet sich durch eine in Deutschland einmalige Bandbreite der Lehr- und Forschungsaktivitäten aus, die nicht nur die klassischen Themen der Ethnologie, sondern auch Entwicklungssoziologie und politik und die moderne populäre Kultur (insbesondere Literatur, Musik, Theater und Film) sowie die Sprachen Afrikas umfassen. Dabei gilt das besondere Interesse der Lehre und Forschung am Institut dem zeitgenössischen Afrika. Großer Wert wird auf die Zusammenarbeit mit afrikanischen Kollegen gelegt, ohne die Afrikawissenschaften heute nicht mehr denkbar sind. Das bedeutet einerseits die regelmäßige Anwesenheit von afrikanischen GastdozentInnen, DoktorandInnen und Studierenden am Institut und andererseits Feldforschungen, Vortragsreisen und Lehraufenthalte von Institutsmitgliedern in den afrikanischen Partnerländern. Außerdem zeichnet sich das Institut durch hohe Forschungsintensität aus, was sich nicht nur in der Höhe der eingeworbenen Drittmittel niederschlägt, sondern vor allem auch darin, dass Forschung und Lehre eng miteinander verknüpft sind und fortgeschrittene Studierende in Forschungsprojekte einbezogen werden. Das Institut umfasst vier Professuren:
Außerdem lehren in jedem Semester etwa zehn Lehrbeauftragte, die zum Teil afrikanische Sprachen unterrichten und zu einem weiteren Teil aus für Ethnologen relevanten Berufsfeldern kommen. Das Lehr- und Forschungsprogramm wird durch Vorträge auswärtiger WissenschaftlerInnen ergänzt. Das Institut hat eine gemeinsame Bibliothek, die als selbständiger Teil der Fachbereichsbibliothek des Fachbereichs 07 (Geschichts- und Kulturwissenschaften) vom Institut verwaltet wird. Sie umfasst etwa 63.000 Bände sowie etwa 60 laufend gehaltene Zeitschriften. Teil der Bibliothek ist auch ein Videoarchiv, das ethnologische Filme, Filme zu den Kulturen und Gesellschaften Afrikas, zur Afrika-Berichterstattung, aber auch Musikclips und Spielfilme afrikanischer FilmemacherInnen sammelt. Das Institut beherbergt weiterhin drei betreuungsintensive Sammlungen, für die ihm aber keine gesonderten Mittel zur Verfügung stehen. Die Jahn-Bibliothek (gegründet 1975) ist eine Forschungsstelle für afrikanische Literaturen, deren in Europa einzigartige Sammlung seit den 1950er Jahren kontinuierlich fortgeführt wird. Den Grundstock der Bibliothek bildet die Privatsammlung des Schriftstellers, Übersetzers und Literaturwissenschaftlers Janheinz Jahn, die nach seinem Tod 1973 von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz erworben wurde. Während Jahn auch Literatur aus anderen Regionen wie z.B. der afrikanischen Diaspora (Nordamerika, Karibik) sammelte, konzentriert sich die Sammlung heute ausschließlich auf Werke afrikanischer SchriftstellerInnen (einschließlich Kinderliteratur und Comics) sowie relevante Sekundärliteratur und literarische und wissenschaftliche Zeitschriften. Auch Audio- und Videodokumente zu afrikanischen Literaturen werden gesammelt. Berücksichtigt werden Texte in allen in Afrika gesprochenen Sprachen (außer Arabisch).Weitere Informationen unter http://www.jahn-bibliothek.ifeas.uni-mainz.de/ Auch das seit 1991 bestehende Archiv für die Musik Afrikas (AMA) ist in Deutschland (und darüber hinaus) einmalig. Das Archiv sammelt vor allem moderne afrikanische Musik des subsaharischen Afrika, die von den meisten anderen Archiven vernachlässigt wurde, schließt aber auch traditionelle Musik nicht aus. Neben der Sammlung von Musik auf Schallplatten, CDs und Audiokassetten werden auch Videobänder afrikanischer Musik erworben. Die regionalen Schwerpunkte im Forschungsbereich liegen bei Sierra Leone, Nigeria, Sambia, Kongo (Ex-Zaire) und Äthiopien. Außerdem werden Artikel, Berichte, Interviews, Schallplattenbesprechungen usw. aus populären Zeitschriften aus ganz Afrika und Europa dokumentiert. Damit steht im AMA ein einzigartiger Quellenfundus für weitere Forschungen zur Verfügung. An einigen Forschungs- und Dokumentationsprojekten arbeiten auch Studierende mit. Weitere Informationen zum Musik-Archiv sind im Internet unter http://www.ama.ifeas.uni-mainz.de/ zu finden. Die Ethnographische Studiensammlung mit dem Schwerpunkt Afrika ist die größte Einrichtung dieser Art in Rheinland-Pfalz. Sie umfasst etwa 3.200 Objekte, die schwerpunktmäßig aus Zentral- und Westafrika sowie aus Australien, Papua-Neuguinea und der Südsee stammen. Seit 1992 ist Dr. Anna-Maria Brandstetter Kustodin der Studiensammlung. Informationen zur Geschichte der Sammlung finden sich im Internet unter http://www.uni-mainz.de/sammlung/. |
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