Institut für Ethnologie und Afrikastudien  
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Erinnerungspolitik und Nationalfeiern in Afrika

Doktorandengruppe im Rahmen des Programms „PRO Geistes- und Sozialwissenschaften 2015“
der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

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Koordinatorin:
Prof. Dr. Carola Lentz, Institut für Ethnologie und Afrikastudien (lentz@uni-mainz.de)

Weitere Mitglieder der Forschungsgruppe:
Prof. Dr. Thomas Bierschenk, Institut für Ethnologie und Afrikastudien (biersche@uni.mainz.de)
Prof. Dr. Friedemann Kreuder, Institut für Theaterwissenschaften (fkreuder@uni-mainz.de)
Prof. Dr. Matthias Krings, Institut für Ethnologie und Afrikastudien (krings@uni-mainz.de)

Vom 1. 10. 2009 an werden drei DoktorandInnen am Institut für Ethnologie und Afrikastudien an der Universität Mainz zum Thema nation-building, Erinnerungspolitik und Unabhängigkeitsfeiern in Afrika forschen. Nach gemeinsamer Vorbereitung des Forschungsprogramms in Mainz und in Kooperation mit einer studentischen Lehrforschung sollen sie im Jahr 2010 vergleichende Feldforschungen in verschiedenen afrikanischen Ländern zu den Fünzigjahrfeiern der Unabhängigkeit durchführen.

Dass im Jahr 2010 siebzehn afrikanische Staaten den fünfzigsten Jahrestag ihrer Unabhängigkeit feiern, bietet eine einmalige Chance, Erinnerungspolitik und Nationalfeiern, die von Anfang an integraler Bestandteil der Herausbildung afrikanischer Nationen waren, vergleichend zu erforschen. Die Feiern sind zum einen selbst kathartische Momente der Nationenbildung; zum anderen geben sie Anlass zu Kontroversen über Organisation, Programmgestaltung, Bildsprache und Aufführungspraxen, in denen sich Konflikte zwischen konkurrierenden politischen Projekten, soziale Differenzen (Klasse, Geschlecht, Alter) und regionale, ethnische und religiöse Diversität niederschlagen. Eine vergleichende Untersuchung der Feiern ermöglicht Einblicke in die Herausforderungen und unterschiedlichen Strategien der Nationenwerdung im postkolonialen Afrika − ein Thema, das erstaunlicherweise bisher kaum auf solider empirischer Basis untersucht worden ist.

Nähere Informationen zu Thema und Arbeitsprogramm der Doktorandengruppe

 

 

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