Institut für Ethnologie und Afrikastudien  
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Vorschläge für Magisterarbeitsthemen

Prof. Dr. Bierschenk:
Verfahren bei mündlichen Prüfungen

Die Themen der Magisterarbeiten werden zwischen Kandidat/in und Betreuer vereinbart. Es ist üblich, dass Kandidaten ihr Thema dem Betreuer selbst vorschlagen. Die folgende Liste dient daher nur der Anregung; besonders erwünscht sind

Arbeiten aus dem Bereich der politischen Ethnologie und Soziologie

  • insbesondere: empirische Arbeiten zu afrikanischen Bürokratien
  • insbesondere auch historisch: Die Entwicklung staatlicher Bürokratien in Afrika 1950-73/1973 bis heute
  • Arbeiten zum Thema Justiz und Recht in Afrika (auch historisch)
  • insbesondere: Empirische Arbeiten zur Polizei und zum Justizwesen; vor allem: Die Gendarmerie in Benin
  • Arbeiten zum Thema Schule, Lehrer und Schüler in Afrika
  • Insbesondere zu den Themen: Lehrer in afrikanischen Ländern; Das koloniale Schulsystem: Benin und Ghana im Vergleich; Schule und Nationsbildung; Nachhilfe als informelles Bildungssystem; Das Bild von Schule, Lehrer und Schülern in der afrikanischen Literatur (letzteres Thema in Zusammenarbeit mit Dr. Oed)
  • Parteien, Wahlen und Parlamente in Afrika (länder- oder sachthemenbezogen)
  • insbesondere auch: Das soziologische Profil afrikanischer Abgeordneter (z. B. am Beispiel des demokratischen Benin, 1990 - 2003)
  • Die soziologische Struktur afrikanischer Eliten zur Zeit der Unabhängigkeit im internationalen Vergleich
  • Lokalpolitik
  • insbesondere: The politics of urban renewal (Lagos State Government and the Governor Fashola)

Arbeiten aus dem Bereich der Entwicklungssoziologie, der Wirtschaftsethnologie und der Entwicklungspolitik-Analyse

  • Unternehmer und Unternehmungen in Afrika (länder- oder spartenbezogen)
  • Ethnische Fraktionierung und (Unter-)Entwicklung: Eine Darstellung der entwicklungsökonomischen Literatur und ihre Kritik aus ethnologischer Sicht
  • Entwicklungsprobleme afrikanischer Ölstaaten (z. B. in Bezug auf Begriffe wie Rentierstaat und Ressourcenfluch, oder/und in Bezug auf einzelne Länder)
  • Paradigmenwechsel in der deutschen Entwicklungspolitik seit den 1950er Jahren (evtl. am Beispiel einzelner Institutionen wie BMZ, GTZ, KfW)
  • Eine Analyse des entwicklungspolitischen Propagandamaterials (Broschüren, Anzeigen, Filme,  etc.; z. B. des BMZ oder privater NRO, evtl. in Zusammenarbeit mit Prof. Krings, Dr. Oed)
  • Die Begriffe Partizipation/Sozialkapital/Zivilgesellschaft/Governance: Geschichte und Bedeutung in der entwicklungspolitischen Debatte (je getrennt)
  • Eine empirische Untersuchung zur Rolle von Ethnologen in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit
  • Empirische Untersuchungen zu Institutionen der Entwicklungspolitik und deren Personal

Arbeiten zur Wissenschaftsgeschichte der deutschen und internationalen Ethnologie seit 1945

  • insbesondere: eine empirische Studie zu Themen und Personen der deutschen Ethnologie
  • Die deutsche Afrika-Ethnologie im internationalen, interdisziplinären und innerfachlichen Vergleich
  • Das wissenschaftliche Werk von Georges Balandier
  • Das wissenschaftliche Werk des Ethnologen und Soziologen Georg Elwert
  • „Schnittstellenanalyse“ vs. „verknüpfte soziale Logiken“: Ein Vergleich der Ansätze von Norman Long und Jean-Pierre Olivier de Sardan
  • Ein Vergleich der ethnologischen und filmischen Ansätze von Jean Rouch und Jean-Pierre Olivier de Sardan
  • Das wissenschaftliche Werk des Entwicklungssoziologen Gerhard Grohs
  • Wilfried Thesiger als Reiseschriftsteller und Ethnologe der arabischen Welt

Arbeiten zum Islam in Afrika, insbesondere

  • Islam in den westafrikanischen Küstenstaaten
  • Islam und  säkularer Staat in Afrika (vergleichend oder Länderbeispiele)

Arbeiten zum Christentum in Afrika (gemeinsame Betreuung mit Dr. Spies)

Länderbezogene Arbeiten

  • Arbeiten zu Benin; insbesondere
  • Die Unabhängigkeit Benins im Jahre 1960 im historischen Rückblick (in Zusammenarbeit mit dem Forschungsnetzwerk African Independence Celebrations)
  • Politische Geschichte Benins 1960 – 1973 (auf Grundlage der jetzt freigegebenen Akten im politischen Archiv des Auswärtigen Amtes)
  • Marxismus-Leninismus in Benin (1973-1989): Lost in translation?
  • Neuere Tendenzen in der beninischen Literatur bzw. Musik (in Zusammenarbeit mit Juniorprofessor Dr. Krings und Dr. Oed)
  • Arbeiten zu den westafrikanischen Küstenstaaten (Kamerun, Nigeria, Togo, Elfenbeinküste) und zum frankophonen West- und Zentralafrika
  • Arbeiten zu Madagaskar (gemeinsame Betreuung mit Dr. Spies)

 

Prof. Dr. Lentz

  • Arbeiten zu nation building, Unabhängigkeitsfeiern, Nationalfeiern und Monumenten in Afrika
  • Arbeiten zu Kulturpolitik in Afrika
  • Arbeiten zu Ghana
  • Arbeiten zu Bodenrecht und Landkonflikten in Afrika
  • Arbeiten zu "Autochthonie", "indigene Rechte" und Ethnizität in Afrika
  • Arbeiten zu afrikanischen Eliten und ihre Biographien sowie Beziehungen zur Herkunftsregion
  • Arbeiten zu globalen und lokalen Konsumgütern und Konsumptionsweisen (Warenbiographien, Wandel der Konsummuster usw.)
  • Arbeiten zu Afrikanern in Mainz und im Rhein-Main-Gebiet (Migrationsstrategien, Vereine usw.)

 

 

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