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FU-BERLIN
Institut für Ethnologie
SCHWERPUNKT SOZIALANTHROPOLOGIE
SOZIALANTHROPOLOGISCHE
ARBEITSPAPIERE
Heft 95
Clemens Grün & Tommaso Trevisani
vorn Studium zum Beruf
Karrieren von Absolventen des
Instituts für Ethnologie der
Freien Universität Berlin
Jahrgänge 1989-98
ISSN 0932-5476
ISBN 3-89930-059-9
Verlag Hans Schiler
Zusammenfassung
Die Verbleibstudie am Institut für Ethnologie befragte, in unterschiedlicher Intensität, 93 Absolventen der Jahrgänge 1989-1998. Dabei wurden sowohl schriftliche als auch mündliche Befragungen durchgeführt.
Zu den Besonderheiten der Studie gegenüber den Vergleichsstudien gehört die Differenzierung nach der Studiendauer. Diese ergab z. T. überraschende Ergebnisse. So waren die Absolventen mit kurzer Studiendauer (bis zwölf Semester) während ihres Studiums häufiger als andere im Ausland und weisen eine deutlich höhere Sprachkompetenz (4,5 Sprachen) auf. Von den nur acht Prozent arbeitslosen Absolventen hingegen studierte die Hälfte länger als 17 Semester.
Spezifisch für Berlin ist der hohe Anteil von Absolventen mit Tätigkeiten in der Wissenschaft (38%). Wichtig als Tätigkeitsbereiche sind auch Wirtschaft (14%) sowie Medien und Kultur (13 %). Entwicklungszusammenarbeit (6%) und Museen (3%), die immer mit Ethnologie assoziiert werden, nehmen hingegen nur einen marginalen Raum ein.
Als typische Berufsanforderungen werden - quer über die Berufe! - genannt: Organisation und Management, Beratungsmethoden, Recherche, Öffentlichkeitsarbeit und Artikel verfassen. Als besonders nützlich wurden im Studium die Methodenkurse empfunden. Neunzig Prozent der Absolventen führten eine Lehrforschung durch und 43 Prozent machten Praktika. Dennoch wurden bei der Frage nach fehlenden bzw. unzureichenden Lehrangeboten vorrangig Praxis, Arbeitstechniken und Methoden genannt.
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