Institut für Ethnologie und Afrikastudien  
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Ethnologie (Magister Artium - auslaufender Studiengang)

Der Magisterstudiengang läuft aus!

wir möchten Sie daraufhinweisen, dass es seit März 2009 eine Ordnung zur Aufhebung der Ordnung für die Magisterprüfung der Fachbereiche
02 – Sozialwissenschaften, Medien und Sport
05 – Philosophie und Philologie
07 – Geschichts- und Kulturwissenschaften
09 – Chemie, Pharmazie und Geowissenschaft
10 – Biologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gibt.

In dieser Ordnung gibt es verschiedene Übergangsvorschriften, u.a.:
1. Studierende, die ihr Studium in einem Magisterstudiengang an der Johannes Gutenberg Universität Mainz vor dem Wintersemester 2008/09 aufgenommen haben, können sich bis einschließlich Sommersemester 2015 nach der in § 1 genannten Prüfungsordnung prüfen lassen.
2. Das erforderliche Pflicht- und Wahlpflichtlehrangebot ist auslaufend bis zum Ende des Sommersemesters 2012 gewährleistet. D.h. dass wir ab WiSe 2012/13 keine Lehrveranstaltungen mehr für Magisterstudierende anbieten werden.

Die Ordnung finden Sie hier: http://www.uni-mainz.de/studlehr/1874.php

Bei allen Fragen zum auslaufenden Magisterstudiengang wenden Sie sich bitte an Frau Nora Brandecker M.A. (Studienfachberaterin) oder Frau Dr. Anna-M. Brandstetter (Studienmanagerin). Sie können entweder in die Sprechstunden kommen oder eine Nachricht schicken: studienbuero-ethnologie+afrikastudien@uni-mainz.de

 

Die Ethnologie ist eine allgemeine und vergleichende Sozial- und Kulturwissenschaft. Sie befasst sich mit der Vielfalt menschlicher Lebensweisen und beschreibt ihre Ähnlichkeiten und Unterschiede. Eine moderne Ethnologie versteht die von ihr untersuchten sozialen Gruppen und Gesellschaften nicht als isoliert, sondern in regionale und globale politische, ökonomische und kulturelle Prozesse eingebunden. Darum untersuchen Ethnologinnen und Ethnologen heute nicht nur außereuropäische ländliche Gesellschaften, sondern auch Prozesse der Migration, Urbanisierung, Globalisierung und kulturellen Synkretisierung. Die ethnologische Perspektive und Methodik ist dabei nicht nur bei der Erforschung lokaler Gemeinschaften (z. B. Subkulturen, Vereinen, Sekten, Unternehmen, ethnischen Bewegungen) erkenntnisreich, sondern auch bei der Untersuchung transnationaler Netzwerke in Industriegesellschaften. Die Ethnologie setzt sich kritisch mit der kulturellen und gesellschaftlichen Bedingtheit der eigenen, europäischen Lebens- und Denkweise auseinander. So leistet sie einen wichtigen Beitrag zum interkulturellen Verständnis in einer Welt, die immer stärker vernetzt ist.

Die wichtigste Forschungsmethode des Faches ist die teilnehmende Beobachtung. Die Forscherin oder der Forscher halten sich zu diesem Zweck für einen längeren Zeitraum bei der zu untersuchenden Gruppe auf, erlernen ihre Sprache, nehmen ihre mündlichen Traditionen auf und dokumentieren ihre ökonomischen, sozialen, politischen und religiösen Praktiken und Vorstellungen. Die Teilnahme am Alltags- und Gemeinschaftsleben ermöglicht es, eine fremde Kultur von innen heraus zu verstehen. Diese klassische Feldforschungsmethode wird durch weitere Methoden ergänzt, wie z. B. statistische Erhebungen, Interviews, Erstellen von Genealogien, Auswertung schriftlicher Quellen, audiovisuelle Aufzeichnungen oder Netzwerkanalysen. Häufig muss ethnologische Forschung heutzutage auch multilokal verfahren und so mobil sein wie die Menschen, die sie untersucht.

Mit ihrem abwechslungsreichen Lehrprogramm trägt die Ethnologie in Mainz zum einen der Vielfalt des Faches Rechnung und berücksichtigt zum anderen die zahlreichen innovativen Tätigkeitsbereiche für Ethnologen. Die zwei „klassischen“ Berufsfelder sind Universitäten und Museen. Die Stellen an Museen und Universitäten sind allerdings rar. Daher haben sich Ethnologinnen und Ethnologen in den letzten Jahrzehnten eine Vielzahl neuer Berufsfelder eröffnet: Sie sind in der Entwicklungszusammenarbeit, in Projekten mit Migrantinnen und Migranten, im Bereich der Kulturvermittlung, in der Öffentlichkeitsarbeit, in Verlagen, in Unternehmen und im Journalismus beschäftigt. Entsprechend orientiert sich die Ausbildung von Ethnologinnen und Ethnologen in Mainz nicht mehr nur an den „klassischen“ Arbeitsgebieten, sondern berücksichtigt auch die neuen Berufsfelder.

Studienfachberatung für Ethnologie, Infoblätter und Prüfungsordnungen


Weitere Informationen im Aktuellen Jahresbericht
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