Dr. Eva Riedke

Illustration

Kurzportrait

Eva Riedke ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ethnologie und Afrikastudien (ifeas). Ihre Arbeit ist interdisziplinär zwischen den Feldern der feministisch und postkolonial geprägten Science and Technology Studies und der politischen Soziologie und Ethnologie angeordnet. Ihre Forschungsinteressen gelten den verschiedenen Konzepten politischen Handelns, den Zusammenhängen von Kultur und Technik, den Transformationen von Infrastruktur, sowie Mensch-Umweltbeziehungen.

Im Rahmen der Promotion führte Eva Riedke zum Thema ‚processes of issueification’ eine dreizehnmonatige Feldforschung in Durban, Südafrika, durch. Insbesondere beschäftigte sie sich mit der Frage wie sich emergente Öffentlichkeiten im Sinne von ‚publics’ herausbilden –  indem all jene zusammenkommen, die eine bestimmte Form kollektiver Betroffenheit von negativen Einflüssen teilen; die gemeinsam die konkreten Handlungszusammenhänge und deren Konsequenzen sichtbar machen wollen; und die sich in öffentlichen Untersuchungsprozessen zusammenfinden. Im Mittelpunkt der Forschung standen die Fragen wie die gegenständliche Welt an der Verfertigung des „Politischen“ mitwirkt, wie neue Experimentierfelder für unterschiedliche Artikulationen und Formen von politischer Partizipation eröffnet werden sowie Fragen nach der Offenheit und Dynamik politischer Partizipation im Allgemeinen.

Im Anschluss an die Promotion verfolgt Eva Riedke ein (post-doc) Projekt zu Mikro-Solar-Produkten in Uganda, indem sie der Frage nachgeht, wie das sogenannte „off grid“ Leben zwangsläufig auch im Bezug zum „on grid“ steht.