ARCHIV // Schauen, Lesen, Hören

26. Oktober 2018: „Bronzekunst und Schrumpfköpfe in Europa. Wem gehört Kulturgut aus Übersee?“ – Radiogespräch auf Deutschlandfunk Kultur Text

Anna-Maria Brandstetter nahm an dem Radiogespräch von Deutschlandfunk Kultur über „Bronzekunst und Schrumpfköpfe in Europa. Wem gehört Kulturgut aus Übersee?“ teil, zusammen mit Stefan Koldehoff, Hermann Parzinger und Joachim Zeller und moderiert von Annette Riedel.

(dlf) Viele europäische Museen stellen menschliche Überreste und wertvolle Kulturgüter aus Übersee aus. Einiges davon wurde zu Zeiten des Kolonialismus geraubt. Wie viel Raubkunst steckt in unseren Völkerkundemuseen? Doch wem gehören diese Schätze aus außereuropäischen Ländern eigentlich? Müssten Kulturgüter, die dank kolonialer Unterdrückung nach Europa gelangt sind, nicht zurückgegeben werden? Von menschlichen Überresten ganz zu schweigen. Was wissen wir überhaupt darüber, wie diese Objekte in die Länder des Nordens gekommen sind? Brauchen wir eine Provenienzforschung auch für außereuropäische Kunst? Denn vieles ist Raubgut, aber nicht alles. ... 

September 2018: Neuerscheinung // Wertsachen. Die Sammlungen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Der Band „Wertsachen“, herausgegeben von Vera Hierholzer, stellt die Sammlungen der JGU erstmals gemeinsam vor und zeigt mit zahlreichen Abbildungen ihre faszinierende Vielfalt. Forschende wie auch Lehrende nehmen die Leserinnen und Leser mit auf eine Forschungsreise und geben Einblicke in ihre Arbeitsweisen und -plätze. Gleichfalls möchte die Publikation neue und interdisziplinäre Blickweisen durch das Verknüpfen unterschiedlicher Objekte anregen. Neben dem Beitrag über die Ethnografische Studiensammlung (S. 88-93) gibt es einen Werkstattbericht über eine laufende Provenienzforschung von Anna-Maria Brandstetter: „Ein Parierschild aus Australien“ (S. 210-212).

Leseprobe "Wertsachen"

9. Juli 2018: Wie könnte ein postkoloniales Museum aussehen? Das Goethe Institut diskutiert - Deutschlandfunk Kultur, Fazit

Anna-Maria Brandstetter was interviewed by Sigrid Brinkmann on the occasion of the kick-off workshop “Museums Conversations” in Kigali (Rwanda): Wie könnte ein postkoloniales Museum aussehen? Das Goethe Institut diskutiert // Deutschlandfunk Kultur, Fazit, 9th of July 2018

Anna-Maria Brandstetter participated in the kick-off workshop of the series “Museum Conversations”, organised by the Goethe-Institut Kigali and hosted by the Institute of National Museums of Rwanda (9th July). The conversations at the Kandt House Museum Kigali brought together international academics, museum experts and curators to discuss the future of African museums from a post-colonial perspective. The participants explored how one can network African museum actors more closely in order to initiate a discourse on new museum concepts and exhibition facilities. They also discussed the return of cultural artefacts that were dislocated during colonial times and are currently preserved in museums across Europa and Northamerica (https://www.goethe.de/ins/na/en/kul/sup/museum-dialogues.html). ... 

9. Januar 2017: Schwieriger Umgang mit dem Erbe der Kolonialzeit "Human Remains", SWR2 Kulturgespräch

Kulturgespräch mit Dr. Anna-Maria Brandstetter, Kuratorin der ethnographischen Studiensammlung der Uni Mainz

Obwohl der deutsche Kolonialismus schon seit rund 100 Jahren Geschichte ist, lagern in den Kellern vieler Museen und Institute noch immer zweifelhafte Belege aus dieser Epoche: Zehntausende menschliche Schädel und Knochen, die deutsche Wissenschaftler aus den Kolonien mitgebracht haben, um an ihnen zu forschen. Seit Jahrzehnten hat sich niemand mehr um diese Sammlungen gekümmert. Doch allmählich werden sie zu einem ethischen Problem, das sich nicht mehr verdrängen lässt. "Es ist unsere Aufgabe, transparent zu machen, welche Objekte genau in den Museen lagern", sagt Anna-Maria Brandstetter, Kuratorin der ethnographischen Studiensammlung der Uni Mainz.

2. Juli - 4. September 2016: ZIEMLICH BESTE FREUNDE - Ausstellungsreihe in Mainzer Museen

Objekte verschiedenster Art aus den Sammlungen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz wanderten zwischen März und September 2016 durch die Museen der Landeshauptstadt. Sie gesellten sich zu den Objekten in den Dauerausstellungen vor Ort, und die überraschenden Nachbarschaften eröffneten neue Sichtweisen auf Gäste und Gastgeber. 

Die letzte Station der Reise Ziemlich beste Freunde war das Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseum Mainz, wo vom 2. Juli bis 4. September eine leuchtendgrüne Plastikpuppe aus Nigeria und einen Tausendfüßer in Formaldehyd aus dem kongolesischen Regenwald zu sehen sind.  ... 

10.November 2015: Vortrag über "Koloniale Raubkunst aus dem Königreich Benin" im Museum Natur und Mensch Freiburg

In dem Vortrag am Museum Natur und Mensch in Freiburg befasste sich Anne Brandstetter, Kuratorin der Ethnografischen Studiensammlung, mit den (post-)kolonialen Verflechtungen der höfischen Kunst aus dem Königreich Benin (im heutigen Nigeria), die durch Militärs, Händler und Kolonialbeamte nach Europa kam. Es war der letzte Vortrag in der Veranstaltungsreihe zum 10-jährigen Jubiläum von freiburg postkolonial.