Nicht nur Raubkunst! Sensible Dinge in Museen und universitären Sammlungen

ab 4. Dezember 2017 bei V&R unipress

NICHT NUR RAUBKUNST! Sensible Dinge in Museen und universitären Sammlungen

Abbildung // Gedenkkopf eines Königs | Unbekannter Meister, Königreich Benin (heutiges Nigeria) | vermutlich 19. Jh. | 1897 im Königreich Benin geplündert | seit 1971 an der JGU Mainz | Material: Gelbguss | Maße: H 52cm D (Korpus) 26cm

Öffentliche Sammlungen bewahren vielfach Dinge, die heute aus ethischen Gründen als sensibel eingestuft werden. Im Fokus stehen seit einigen Jahren die NS-Raubkunst und zunehmend auch Kulturgüter, die im Rahmen der Kolonialisierung nach Europa verbracht wurden. Doch gibt es noch viele weitere Arten sensibler Dinge wie sterbliche Überreste, religiöse Artefakte, illegal gehandelte Antiken oder unter den Artenschutz fallende Naturalia. Der Band wählt eine dezidiert vergleichende Perspektive und geht der Frage nach einem angemessenen Umgang mit diesen Objekten disziplinen- und institutionenübergreifend nach. Durch den Erfahrungsaustausch von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Museen und Universitäten nimmt er das Thema erstmals auch systematisch für universitäre Sammlungen in den Blick, die aufgrund ihrer Heterogenität ein besonders breites Spektrum potentiell sensibler Objekte abdecken.

"Nicht nur Raubkunst! Sensible Dinge in Museen und universitären Sammlungen" wird von Anne Brandstetter und Vera Hierholzer (Leiterin der Sammlungskoordination an der JGU) herausgegeben. Er geht auf die Tagung gleichen Namens zurück, die am 21. und 22. Januar 2016 an der JGU Mainz stattfand.