Aktuelles

Frauennotruf Mainz blickt nach Ruanda – Vortrag über gewaltbetroffene Frauen im Partnerland

Yamara Wessling, Mitarbeiterin für die Ruanda-Kooperation an der Johannes Gutenberg-Universität, hielt bei einer Veranstaltung des Frauennotrufs Mainz einen Vortrag über die oft widersprüchliche Situation von Frauen im rheinland-pfälzischen Partnerland Ruanda. Sie erklärte, wie sich ruandische Frauen vor dem Hintergrund der herausragenden Frauenpolitik, aber auch anhaltender Benachteiligung und Gewalt im Privatleben, für eine bessere Zukunft für sich, ihre Familien und andere Frauen einsetzen. Dabei entstehen kulturspezifische und ganz persönliche Definitionen von Weiblichkeit und Frau-Sein, die im Vortrag vor allem aus der Perspektive von jungen Frauen aus der Mittelklasse in Ruanda beleuchtet wurden. Die Veranstaltung, zu der die Gleichstellungsbeauftragte Bodenheim in Kooperation mit HBS RLP e.V. eingeladen hatte, schloss mit einer Diskussion der etwa 30 Gäste mit der Referentin sowie mit Anette Diehl vom Frauennotruf Mainz.

Foto: Frauennotruf Mainz, 2017  ... 

26. Juni 2017: Workshop „RWANDA 2017 - Transformations and Challenges"

Anlässlich des Besuches von Dr. Simeon Wiehler, Professor für Soziologie und Dekan der School of Social, Political and Administrative Sciences an der University of Rwanda, der Partnerhochschule der JGU Mainz, fand am 26. Juni 2017 ein Workshop zum Thema „RWANDA 2017 - Transformations and Challenges" am Mainzer Institut für Ethnologie und Afrikastudien (ifeas) statt.

Moderiert von Dr. Anna-Maria Brandstetter, der Partnerschaftsbeauftragten der JGU, diskutierten etwa 20 Teilnehmende, darunter Studierende und Kolleg*innen von der JGU und der Hochschule Mainz, Gäste des ifeas sowie Interessierte aus der Länderpartnerschaft RLP-Ruanda, angeregt über die drei Vorträge. Yamara Wessling (Mitarbeiterin und Doktorandin am ifeas) sprach zuerst über die sich verändernden Geschlechterbeziehungen sowie Feminismus aus Sicht von ruandischen Mittelklasse-Frauen. Bettina Pieck (Doktorandin am ifeas) berichtete anschließend von ihrer Forschung über Krankenversicherungen und das Gesundheitssystem in Ruanda, wobei sie auch auf die Probleme des Forschungsprozesses einging. Schließlich reflektierte Dr. Simeon Wiehler  über die gesellschaftliche Situation in Ruanda, die von einer massiven Delokalisierung, also einen Bruch mit lokalen kulturellen und gesellschaftlichen Werten, geprägt sei. Dem würde in Ruanda mit home grown solutions begegnet. Das sind politische und gesellschaftliche Maßnahmen, die an vorkoloniale Institutionen anknüpfen. Die drei Vorträge boten viel Gelegenheit zu Nachfragen und eröffneten unterschiedliche Perspektiven auf die Transformationen und Herausforderungen im heutigen Ruanda. Wir bedanken uns bei allen Anwesenden für die rege Diskussion und freuen uns auf weitere Gespräche und Begegnungen im Rahmen unserer Hochschulkooperation.

Foto: E. Bunne // Hochschule Mainz

Kooperation zwischen der University of Rwanda und der JGU erneuert

Am 10. Juni 2014 hat Universitätspräsident Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch ein Abkommen zwischen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der University of Rwanda unterzeichnet, mit dem die seit 1985 bestehende wissenschaftliche und kulturelle Kooperation zwischen den beiden Universitäten erneuert und weiterentwickelt werden soll. Von ruandischer Seite hatte der Vice-Chancellor der University of Rwanda, Prof. James McWha, dieses Abkommen bereits am 26. Mai 2014 in Kigali unterschrieben. Die Zusammenarbeit in Forschung und Lehre betrifft zunächst das Institut für Ethnologie und Afrikastudien der JGU und das College of Arts and Social Sciences der University of Rwanda. Weitere Einrichtungen der beiden Universitäten können der Vereinbarung jederzeit beitreten.

Unser Bild zeigt (v.l.) Rainer Henkel-von Klaß, Leiter der Abteilung Internationales der JGU, Dr. Anna-Maria Brandstetter, Beauftragte der JGU für die Partnerschaft mit der University of Rwanda, Prof. Dr. Augustin Rudacogora, Dekan der Faculty of Arts, Media and Social Sciences der University of Rwanda, Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch, Präsident der JGU, Yamara Wessling, Mitarbeiterin für die Partnerschaft mit der University of Rwanda, und Univ.-Prof. Dr. Heide Frielinghaus, Prodekanin des Fachbereichs Geschichts- und Kulturwissenschaften der JGU (Foto: Stefan F. Sämmer)