Im Spannungsfeld von säkularen Entwicklungsprojekten und religiösem Sendungsbewusstsein: die Ahmadiyya Bewegung und Humanity First in Westafrika

Im Zentrum des Forschungsinteresses dieses Projektes stehen die religiöse Bewegung der Ahmadiyya und ihre zivilgesellschaftliche Organisation Humanity First in drei westafrikanischen Ländern (Burkina Faso, Ghana, Senegal). Leitende Fragen richten sich darauf, wie die NGO intern das Spannungsverhältnis zwischen säkularen und religiösen Mitgliedern, Programmatiken und Handlungsweisen löst und wie die religiöse Bewegung ihr explizites Sendungsbewusstsein mit ihrem Anspruch nach Integration in die verschiedenen afrikanischen Gesellschaften verbindet. Ziel dieses Projektes ist es, zu untersuchen wie es ihnen gelingt, in säkular orientierten Staaten mit verschiedensten Akteuren zu operieren, also religiöse und ideologische Barrieren zu überwinden. Das empirische Beispiel knüpft damit an die theoretische Diskussion um die vielschichtige Beziehung zwischen Religion und Globalisierung an. Dieses Projekt ist nicht als lokale Studie konzipiert, sondern als eine multilokale Ethnografie, die den Netzwerken der Akteure folgt. Somit werden die Methoden der anthropologischen Feldforschung mit einem ländervergleichenden Ansatz, sowie einer historischen Perspektive verbunden.

 

     

Photographies: Katrin Langewiesche, 2011, Burkina Faso.