Projektstudium mit Lehrforschung

Masterprojekt ab Winter 2016/17
Illustration

Afrikanische Nationalfeiern

Das studentische Forschungsprojekt „Afrikanische Nationalfeiern“ wird mit Lehrforschungen in zwei afrikanischen Ländern angeboten. Von Februar bis April 2017 waren sechs Studierende in Ghana. Die zweite Gruppe wird von Juli bis August 2017 in der Côte d’Ivoire forschen.


In regionalen Hauptstädten im Norden und Nordwesten der beiden Länder erforschen die Studierenden, wie Nationalfeiertage gestaltet werden und auf welche Weise die Nation aufgeführt wird. Sie beobachten und dokumentieren die verschiedenen Facetten des Nationalfeiertags (Paraden, Reden, Fahneneid, Musik- und Sportveranstaltungen), von der Planung bis zur Rezeption. Sie untersuchen, wie diese organisiert werden, wer daran teilnimmt und welche Ziele damit erreicht werden sollen.


Masterprojekt ab Winter 2015/16
Illustration

Afrikanische Kapitalismen

Leitung: Prof. Dr. Thomas Bierschenk und Prof. Dr. Helmut Asche

Im Rahmen des Forschungsprojektes Afrikanische Kapitalismen wird auf der Basis empirischer Forschungen von Masterstudierenden eine Auseinandersetzung über die historischen und gesellschaftlichen Bedingungen des Kapitalismus in Afrika im 21. Jh. geführt.

Möglichen Forschungsthemen: Unternehmer und Unternehmungen in Afrika (und ihre soziale Einbettung); der informelle Sektor als Ort von Innovation und Akkumulation; Afrikanische Start-ups; die Bewegung von afrikanischen Gütern (etwa Baumwolle) und Menschen im globalen Kapitalismus; afrikanische Rentierkapitalismen in Landwirtschaft und Handel; Landgrabbing; afrikanische Mittelklassen: Kapitalistische Konsumkultur ohne kapitalistische Produktionsverhältnisse; kapitalistische Institutionen (Banken, Börsen, Zentralbanken, Unternehmervereinigungen, etc.) 


Projektstudium

Das Herz des Studiengangs in Mainz ist das Projektstudium, in dem Studierende betreut von Lehrenden am Mainzer Institut ein Forschungsprojekt in Form einer Lehrforschung vorbereiten, durchführen und nachbereiten. Das Projektstudium besteht aus drei Modulen: Auf die inhaltliche und methodische Vorbereitung folgt die Feldforschung, die in der Regel sechs bis acht Wochen dauert. Abgeschlossen wird das Forschungsprojekt mit der Nachbereitung und dem Verfassen des Forschungsberichts. Die während des Forschungsaufenthalts gesammelten Daten bilden idealerweise die empirische Grundlage für die Masterarbeit.

Im Forschungsprojekt lernen die Studierenden den Ablauf eines Projektes kennen und üben dieses Wissen auch praktisch ein: von der Konzeption und inhaltlichen und methodischen Vorbereitung über die Durchführung bis zur Nachbereitung. Beim Forschungsaufenthalt geht es um die Anwendung von ethnografischen Forschungsmethoden auf eine konkrete Fragestellung. Die Studierenden forschen entweder in einer "Lehrforschungsgruppe" unter Anleitung und Betreuung einer Lehrenden oder eines Lehrenden oder selbst organisiert, in enger Betreuung durch eine Lehrenden oder einen Lehrenden des Instituts. Die während des Forschungsaufenthaltes gewonnenen Daten werden systematisch geordnet, ausgewertet und interpretiert. Als Abschluss wird ein Forschungsbericht verfasst. Dabei wird es auch immer um Fragen der Repräsentation von Forschungsergebnissen gehen sowie um die kritische Reflexion über den wechselseitigen Bezug von empirischen Ergebnissen und theoretischen Konzepten.

Die Lehrforschungen der vergangenen Jahre befassten sich mit so unterschiedlichen Themen wie