Ethnografische Studiensammlung

Wasserkannen aus Westafrika (Foto: Thomas Hartmann, JGU)

Die Ethnografische Studiensammlung bewahrt etwa 2.800 Objekte, die vor allem aus Zentral- und Westafrika sowie aus Australien, Papua-Neuguinea und anderen Teilen Ozeaniens stammen. Die Gegenstände der vielfältigen Sammlung repräsentieren ein breites Spektrum von Aktivitäten, die von religiösen Praktiken über Jagd und Kriegsführung bis zu Musik und Haushalt reichen. Sie ist die einzige Sammlung ihrer Art in Rheinland-Pfalz und eine der größten universitären Sammlungen an der Mainzer Universität.

Viele Objekte kamen in der Zeit Ende des 19./ Anfang des 20. Jh. nach Europa. Es sind daher historische Objekte, die auf vergangene Lebenswelten verweisen und gleichzeitig von ihrer Aneignung in Europa im Kontext der kolonialen Eroberung Afrikas oder Ozeaniens erzählen.

Die magazinierte Ethnografische Sammlung ist als Lehr- und Forschungssammlung konzipiert. Einer breiteren Öffentlichkeit wird die Sammlung durch Ausstellungen, Leihgaben und Ausstellungsbeteiligungen zugänglich gemacht. Nach Absprache mit der Kuratorin Dr. Anna-Maria Brandstetter ist auch eine Besichtigung möglich.

27. Februar - 3. März 2017: International Repatriation Workshop am National Museum of Australia in Canberra

Colleagues from across Australia and Germany at the National Museum of Australia (from left): Claire Owen, Anne Kelly, Gareth Knapman, Amber Aranui, Yann Le Gall, Hilary Howes, Andreas Winkelmann, Anna-Maria Brandstetter, Anja Schwarz, Birgit Schepps, Larissa Förster, Sarah Fründt, Antje Kühnast, Tom Murray, Major Sumner AM, Michael Pickering and David Kaus.
Photo: George Serras.

A German-Australian research network on Aboriginal and Torres Strait Islander human remains and sensitive objects and their repatriation was launched at the National Museum of Australia this month.

Anna-Maria Brandstetter, Ethnographic Collections curator, participated in the the week-long workshop which included colleagues from museums and universities across Germany, as well as from the Museum of New Zealand Te Papa Tongarewa, the Ngarrindjeri Regional Authority, the Australian National University, the National Museum’s Aboriginal and Torres Strait Islander team, and the Department of Communication and the Arts. Representatives from the Australian Government’s Advisory Committee for Indigenous Repatriation, including Zoe Rimmer, Ned David and Major Sumner, were also present.  ... 

21. und 22. Jan. 2016: "Nicht nur Raubkunst! Sensible Dinge in Museen und wissenschaftlichen Sammlungen" - Tagung an der JGU

Abbildung
Gedenkkopf eines Königs | Unbekannter Meister, Königreich Benin (heutiges Nigeria) | vermutlich 19. Jh. | 1897 im Königreich Benin geplündert | seit 1971 an der JGU Mainz | Material: Gelbguss | Maße: H 52cm D (Korpus) 26cm

Zahlreiche Sammlungen an Museen und Universitäten bewahren Dinge, die aus ethischer Perspektive heute als „sensibel“ eingestuft werden und eines besonderen Umgangs bedürfen: Dinge, die aufgrund ihrer materiellen oder inhaltlichen Beschaffenheit selbst als „sensibel“ kategorisiert werden, und Dinge, bei denen die Umstände der Herkunft, der Herstellung, des Erwerbs, der Aneignung und Musealisierung fragwürdig sind.

Alle weiteren Informationen über die Tagung am 21. und 22. Januar 2016 an der JGU Mainz finden Sie über den folgenden Link!  ...