Ethnografische Studiensammlung

Wasserkannen aus Westafrika (Foto: Thomas Hartmann, JGU)

Die Ethnografische Studiensammlung bewahrt etwa 2.800 Objekte, die vor allem aus Zentral- und Westafrika sowie aus Australien, Papua-Neuguinea und anderen Teilen Ozeaniens stammen. Die Gegenstände der vielfältigen Sammlung repräsentieren ein breites Spektrum von Aktivitäten, die von religiösen Praktiken über Jagd und Kriegsführung bis zu Musik und Haushalt reichen. Sie ist die einzige Sammlung ihrer Art in Rheinland-Pfalz und eine der größten universitären Sammlungen an der Mainzer Universität.

Viele Objekte kamen in der Zeit Ende des 19./ Anfang des 20. Jh. nach Europa. Es sind daher historische Objekte, die auf vergangene Lebenswelten verweisen und gleichzeitig von ihrer Aneignung in Europa im Kontext der kolonialen Eroberung Afrikas oder Ozeaniens erzählen.

Die magazinierte Ethnografische Sammlung ist als Lehr- und Forschungssammlung konzipiert. Einer breiteren Öffentlichkeit wird die Sammlung durch Ausstellungen, Leihgaben und Ausstellungsbeteiligungen zugänglich gemacht. Nach Absprache mit der Kuratorin Dr. Anna-Maria Brandstetter ist auch eine Besichtigung möglich.

04.12.2017 // Nicht nur Raubkunst! Sensible Dinge in Museen und universitären Sammlungen

Abbildung // Gedenkkopf eines Königs | Unbekannter Meister, Königreich Benin (heutiges Nigeria) | vermutlich 19. Jh. | 1897 im Königreich Benin geplündert | seit 1971 an der JGU Mainz | Material: Gelbguss | Maße: H 52cm D (Korpus) 26cm

Der Band "Nicht nur Raubkunst! Sensible Dinge in Museen und universitären Sammlungen", hg. von Anne Brandstetter und Vera Hierholzer (Leiterin der Sammlungskoordination an der JGU), erscheint voraussichtlich am 4 Dezember 2018!

Alle Informationen über den Sammelband und die Tagung im Januar 2016 an der JGU Mainz finden Sie über den folgenden Link!  ... 

15. November 2017 // Tag der JGU-Sammlungen 2017

Am 15. November 2017 öffnen die 30 Sammlungen der JGU ihre Türen für Sie - auch die Ethnografische Studiensammlung.

Kommen Sie zu den Führungen, um 12:00 Uhr, 14:00 Uhr oder 16:00 Uhr, die jeweils eine Stunde dauern, lassen Sie sich die Schätze der Sammlung zeigen und erklären, welche Aufgaben und Herausforderungen damit verbunden sind.
Treffpunkt für die Führungen ist der Eingangsbereich Erdgeschoss von Forum universitatis, Johann-Joachim-Becher-Weg 4. Ich freue mich auf Ihren Besuch.

Weitere Informationen dazu und einen genauen Lageplan finden Sie auf dem Flyer.

Foto // grüne Plastikuppe, Massenproduktion in lokaler Fabrik, vermutl. Nigeria, gekauft 2002 auf dem Markt in Azare (Nordnigeria) von Nadia Cohen // blaue und gelbe Püppchen, Massenproduktion, gekauft 2014 auf dem Markt in Sokodé (Togo) von Andreas Springer-Heintze. Fotograf: Thomas Hartmann, Universitätsbibliothek Mainz.  ... 

27. Februar - 3. März 2017 // International Repatriation Workshop am National Museum of Australia in Canberra

Colleagues from across Australia and Germany at the National Museum of Australia (from left): Claire Owen, Anne Kelly, Gareth Knapman, Amber Aranui, Yann Le Gall, Hilary Howes, Andreas Winkelmann, Anna-Maria Brandstetter, Anja Schwarz, Birgit Schepps, Larissa Förster, Sarah Fründt, Antje Kühnast, Tom Murray, Major Sumner AM, Michael Pickering and David Kaus.
Photo: George Serras.

A German-Australian research network on Aboriginal and Torres Strait Islander human remains and sensitive objects and their repatriation was launched at the National Museum of Australia this month.

Anna-Maria Brandstetter, Ethnographic Collections curator, participated in the the week-long workshop which included colleagues from museums and universities across Germany, as well as from the Museum of New Zealand Te Papa Tongarewa, the Ngarrindjeri Regional Authority, the Australian National University, the National Museum’s Aboriginal and Torres Strait Islander team, and the Department of Communication and the Arts. Representatives from the Australian Government’s Advisory Committee for Indigenous Repatriation, including Zoe Rimmer, Ned David and Major Sumner, were also present.  ...