Ethnografische Studiensammlung

Die Ethnografische Studiensammlung bewahrt etwa 2.800 Objekte, die vor allem aus Zentral- und Westafrika sowie aus Australien, Papua-Neuguinea und anderen Teilen Ozeaniens stammen. Die Gegenstände der vielfältigen Sammlung repräsentieren ein breites Spektrum von Aktivitäten, die von religiösen Praktiken über Jagd und Kriegsführung bis zu Musik und Haushalt reichen. Sie ist die einzige Sammlung ihrer Art in Rheinland-Pfalz und eine der größten universitären Sammlungen an der Mainzer Universität.

Viele Objekte kamen in der Zeit Ende des 19./ Anfang des 20. Jh. nach Europa. Es sind daher historische Objekte, die auf vergangene Lebenswelten verweisen und gleichzeitig von ihrer Aneignung in Europa im Kontext der kolonialen Eroberung Afrikas oder Ozeaniens erzählen.

Die magazinierte Ethnografische Sammlung ist als Lehr- und Forschungssammlung konzipiert. Einer breiteren Öffentlichkeit wird die Sammlung durch Ausstellungen, Leihgaben und Ausstellungsbeteiligungen zugänglich gemacht. Nach Absprache mit der Kuratorin Dr. Anna-Maria Brandstetter ist auch eine Besichtigung möglich.

2. Juli - 4. September 2016: ZIEMLICH BESTE FREUNDE - Ausstellungsreihe in Mainzer Museen

Objekte verschiedenster Art aus den Sammlungen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz wandern zwischen März und September 2016 durch die Museen der Landeshauptstadt. Sie gesellen sich zu den Objekten in den Dauerausstellungen vor Ort, und die überraschenden Nachbarschaften eröffnen neue Sichtweisen auf Gäste und Gastgeber. 

Die letzte Station der Reise Ziemlich beste Freunde ist das Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseum Mainz, wo vom 2. Juli bis 4. September eine leuchtendgrüne Plastikpuppe aus Nigeria und einen Tausendfüßer in Formaldehyd aus dem kongolesischen Regenwald zu sehen sind. Lassen Sie sich überraschen!  ... 

21. und 22. Jan. 2016: "Nicht nur Raubkunst! Sensible Dinge in Museen und wissenschaftlichen Sammlungen" - Tagung an der JGU

Abbildung
Gedenkkopf eines Königs | Unbekannter Meister, Königreich Benin (heutiges Nigeria) | vermutlich 19. Jh. | 1897 im Königreich Benin geplündert | seit 1971 an der JGU Mainz | Material: Gelbguss | Maße: H 52cm D (Korpus) 26cm

Zahlreiche Sammlungen an Museen und Universitäten bewahren Dinge, die aus ethischer Perspektive heute als „sensibel“ eingestuft werden und eines besonderen Umgangs bedürfen: Dinge, die aufgrund ihrer materiellen oder inhaltlichen Beschaffenheit selbst als „sensibel“ kategorisiert werden, und Dinge, bei denen die Umstände der Herkunft, der Herstellung, des Erwerbs, der Aneignung und Musealisierung fragwürdig sind.

Alle weiteren Informationen über die Tagung am 21. und 22. Januar 2016 an der JGU Mainz finden Sie über den folgenden Link!  ...