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Mirco Göpfert erhält Forschungsförderpreis der Frobenius-Gesellschaft

Auszeichnung für Dissertation zu Polizeiarbeit in Westafrika

Mit dem Forschungsförderungspreis 2014 der Frobenius-Gesellschaft e.V. ist der Ethnologe Mirco Göpfert für seine am Institut für Ethnologie und Afrikastudien der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) vorgelegte Dissertation „Enforcing the law, restoring peace: an ethnography of the Nigerien gendarmerie“ zur Arbeit von Gendarmen im Niger in Westafrika ausgezeichnet worden. In einer ethnografisch sehr dichten und zugleich zugänglichen Art und Weise beschreibt Göpfert weit abseits der üblichen Afrika- und Polizeistereotype die Gesetzes- und Friedensarbeit der Gendarmen: Wie sie Dienst nach Vorschrift machen und kriminalpolizeiliche Fälle bearbeiten und wie sie Konflikte zwischen zivilen Streitparteien schlichten. Der von Univ.-Prof. Dr. Carola Lentz vom Institut für Ethnologie und Afrikastudien der JGU betreuten Arbeit Göpferts liegen insgesamt fast zwei Jahre ethnografischer Forschung in gut einem Dutzend Einheiten der nigerischen Gendarmerie zugrunde. Unterstützt wurde die Arbeit durch die Studienstiftung des Deutschen Volkes, durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) in dem von Univ.-Prof. Dr. Carola Lentz geleiteten Projekt „Boundary Work: Polizei in Westafrika“ sowie durch die Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Die Auszeichnung ist mit 3.000 Euro dotiert.

Mirco Göpfert arbeitet seit Oktober 2014 als Akademischer Mitarbeiter am Lehrstuhl für Ethnologie und Kulturanthropologie der Universität Konstanz.

Die nach dem Afrika-Forscher Leo Frobenius (1873-1938) benannte Gesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main ist einer der ältesten ethnologischen Fördervereine im deutschsprachigen Raum. Die Frobenius-Gesellschaft e.V. zeichnet jedes Jahr jüngere Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus, die durch ihre Leistungen eine besondere akademische Qualifizierung erkennen lassen.

 

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